Kirchengemeinden der Göttinger Innenstadt beschließen Fusion

Tue, 28 Jan 2025 15:23:43 +0000 von Jeanine Rudat

© Dr. Anna-Maria Klassen
Sitzung in der St. Johanniskirche Göttingen
Die Kirchengemeinden der Göttinger Innenstadt fusionieren. Das haben die Kirchenvorstände von St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis, St. Marien und Thomas gestern (27.01.2025) beschlossen. Zum 1. Januar 2026 entsteht in der Innenstadt eine Kirchengemeinde mit fünf Standorten und rund 9.000 Gemeindegliedern. Ein Kirchenvorstand wird die Gemeinde leiten.
 
„Die Gesellschaft ist in Bewegung, und die Kirche ist es ebenfalls. Alte Strukturen tragen nicht mehr und gewaltige Herausforderungen liegen vor uns. Innovation und Veränderung sind vonnöten. Deshalb stellen wir uns neu auf“, erläutert St. Johanis-Pastorin Dr. Anna-Maria Klassen den Schritt der Gemeinden.
Die Innenstadtgemeinden, zu der auch die Thomaskirche auf dem Leineberg gehört, arbeiten bereits seit Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen zusammen, so Dr. Inge Schulz, die sich ehrenamtlich im Kirchenvorstand von St. Jacobi engagiert. „Dazu gehören unser gemeinsames Kirchenmagazin, die Tobiasbruderschaft, gemeindeübergreifende Gottesdienste, regelmäßige Treffen der Pastor:innen und KV-Vorsitzenden, gemeinsame Konfi- und Kinderchorarbeit und vieles mehr.“

Mit der Fusion soll die bisherige Zusammenarbeit weiter ausgebaut, Kräfte gebündelt, Profile geschärft und Synergien realisiert werden. Ein zentrales Stadtkirchenbüro wird für gute Erreichbarkeit sorgen. Die verschiedenen Kirchtürme sollen für Standorte mit erkennbaren Schwerpunkten stehen, wie die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Kultur, Kirchenmusik und Diakonie. Passend dazu sind unterschiedliche Gottesdienstformen und -zeiten geplant. 

„Die neue Struktur soll dabei helfen, dass wir mitten in der Stadt Kirche mit Strahlkraft sind. Wir wollen unterschiedliche Generationen und verschiedene Interessen ansprechen, vielfältige Gottesdienste feiern, professionelle und beteiligende Kirchenmusik ermöglichen und helfend für Menschen in seelischer und existentieller Not da sein und gewachsene Beziehungen vor Ort pflegen“, erklärt Martin Hauschild. Auch in Zukunft werde es rund um die Innenstadt-Kirchtürme verlässliche kirchliche Arbeit und ansprechende Angebote geben. „Dies ist unser Auftrag, Anliegen und Versprechen“, so der Pastor an St. Albani.
 
Für weitere Informationen und Anregungen können sich die Gemeindeglieder gerne an ihre Kirchenvorsteher:innen oder Pastor:innen wenden. 
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