Ehrung langjähriger KV-Mitglieder in Göttingen und Dransfeld

Thu, 21 Nov 2024 14:06:48 +0000 von Jeanine Rudat

© Jeanine Rudat
Superintendent Dr. Frank Uhlhorn ehrt die ehrenamtlichen KV-Mitglieder
Mehr als 50 Ehrenamtliche sind im November für ihr über 18-jähriges Engagement im Kirchenvorstand einer Gemeinde des Kirchenkreises Göttingen-Münden geehrt worden.

22 Frauen und Männer, die in den Regionen "Göttingen-Nord-Ost-Radolfshausen NORa", "Göttingen-Innenstadt", "Göttingen-Südstadt/Gleichen" und "Göttingen-West" (Amtsbereich 1) aktiv sind feierten am 3. November in der St. Martini Kirche in Göttingen-Geismar mit Superintendent Dr. Frank Uhlhorn einen feierlichen Gottesdienst mit anschließendem Empfang.
In seiner Predigt würdigte Dr. Uhlhorn den großen Einsatz der Kirchenvorstände: "Sie haben nie eine Rechnung gestellt als Ehrenamtliche. Sie haben bei Gemeindefesten geholfen, müssen sich sowohl um die CO2-Bilanz kümmern, als auch ein Schutzkonzept zur Prävention sexualisierter Gewalt erstellen. Sie haben sich eingesetzt , obwohl man Ihren Einsatz nicht immer gleich sieht. Von Gottes Auge aber werden Sie wahrgenommen." Damit den Ehrenamtlichen, oder zumindest ihren Handys und Tablets, nicht die Kraft ausgeht, überreichte er den Anwesenden mit einem Schmunzeln eine Überraschungstüte mit einer Powerbank für lange KV-Sitzungen.

30 Frauen und Männer, die in den Regionen „FriedO/Rosdorf“, „Adelebsen/Nörten/Untergericht“ und „Münden-Mitte/Obergericht“ (Amtsbereich 2) mitgearbeitet haben, sind am 10. November in die St. Martini Kirche nach Dransfeld gekommen, um ihre Ehrung aus den Händen von Superintendentin Marit Günther entgegenzunehmen. Die Liste derer, die diese Auszeichnung verdient haben, war mehr als doppelt so lang, die Abwesenden schloss Superintendentin Günther ausdrücklich in ihren Dank mit ein. Gemeinsam mit Pastorin Ulrike Seebo gestaltete sie den Gottesdienst.

„Sie haben sich in der Kirche engagiert“, sagte Marit Günther. „Ohne Menschen wie Sie würde unsere Kirche alt aussehen“. Martin Luther, dessen 541. Geburtstag der 10. November war, würde sich über dieses Engagement sehr freuen. Günther stellte das Luther-Zitat „Hier stehe ich und kann nicht anders…“ in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen, aus Luthers Rede beim Reichstag in Worms, wo er die Reformation verteidigte. Dieses aus Überzeugung gar-nicht-anders-Können, erlebte sie auch mit den Ehrenamtlichen. „Sie treten für ihre Überzeugung und die Liebe Gottes ein, weil sie gar nicht anders können.“ Sie helfen an den unterschiedlichsten Stellen und geben der Gemeinde eine Stimme im Kirchenvorstand. Dafür drückte Superintendentin Marit Günther allen ihren herzlichen Dank aus. Sie überreichte die Urkunden und nutzte die Gelegenheit, beim Imbiss nach dem Gottesdienst mit den Ehrenamtlichen ins Gespräch zu kommen und jedem und jeder noch ein kleines Präsent mit auf den Weg zu geben. 

Was hat die Ehrenamtlichen motiviert, sich über einen so langen Zeitraum – zum Teil über 30 Jahre! -  in ihren Kirchenvorständen einzubringen? Die Frage in den Raum geworfen, lassen die Antworten nicht lange auf sich warten: „Menschen zu motivieren macht Spaß“, „um Veränderungen voranzutreiben“, „weil ich die Gemeinschaft fördern wollte“, „ich habe gerne Feste organisiert, es war schön, wenn dann auch viele Leute gekommen sind“. Wenn trotz aller Bemühungen nur wenige kamen, war das auch frustrierend, geben einige ehrlich zu. Aber gerade daher sei es vermutlich auch an der Zeit, dass jetzt neue Leute mit neuen Ideen in die Kirchenvorstände gerückt sind, „die können doch wieder ganz neue Gruppen ansprechen“. Ehrenämter haben etliche der ehemaligen Kirchenvorstände immer noch, etwa in der Seniorenarbeit. „Wir sind ja jetzt nicht weg“, bekräftigt einer. Und schon steckt die Gruppe in einer Diskussion darüber, dass doch ab und zu eine althergebrachte Liturgie doch auch schön sei, man gleichzeitig die Kirche aber auch weiter öffnen müsse. Das Interesse am Gemeindeleben bleibt, das ist offensichtlich. „Klar“, sagt eine der Geehrten und schmunzelt, „ich kann nicht anders.“
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