Die fünfzehnjährige Linda will nicht mehr leben. Zwei Menschen halten sie davon ab, zu gehen. Hubert wohnt oben im Haus. Linda besucht ihn, wenn seine Pflegekraft Pause macht. Spielt Memory mit ihm. Reicht ihm Brote. Hört zu, wenn seine Gedanken in die Vergangenheit reisen. Erzählt ihm, wie ihre Mutter, die Mitschüler und die Lehrer sie nerven. Bei ihm sind ihre Geheimnisse sicher.
Kevin wohnt um die Ecke. Linda chillt mit ihm. Zieht die Vorhänge auf in seinem Zimmer. Fühlt mit, wenn ihn die Nachrichten vom Klimawandel niederdrücken. Und die Trennung seiner Eltern. Trotzdem. Ihren 18. Geburtstag will Linda nicht erleben.
v.l.: Mike Wacker, Ralf Bokelmann, Arnold von Zepelin und Gerhard von Hugo
Die Straßensozialarbeit hat am Montag (23.12.) Weihnachtstüten an ihre Klient:innen verschenkt.
Seit mehr als 20 Jahren gibt es die Weihnachtstütenaktion bereits. So wie viele andere wohnungslose Menschen in Göttingen, hat sich auch Ralf Bokelmann eine Tüte abgeholt. Nach einem Arbeitsunfall konnte er nicht mehr als Dachdecker arbeiten und verlor seine Wohnung. Seit über drei Jahren lebt er nun auf der Straße. Über die Leckereien zu Weihnachten freue er sich sehr: „Das bedeutet Freude, Liebe, Zuneigung und Zuwendung. Das ist ein Weihnachtsgeschenk, wo man sich sehr darüber freut, das ist ganz wichtig.“
Schon wieder erklingt Last Christmas im Radio, der Glühweinduft verlockt auf dem Weihnachtsmarkt und wir versuchen mal wieder alles perfekt für eine besinnliche Zeit zu organisieren.
Alle Jahre wieder begrüßt uns diese Zeit wie eine alte Freundin. Traditionen sind jetzt hoch im Kurs: ob mit Gans oder Kartoffelsalat, ob mit Oma’s Plätzchen oder Dresdner Christstollen, ob mit Herrnhuter Stern oder Weihnachtsoratorium. Das alles gehört dazu. Selbst die ständig gleiche Geschichte in der Christvesper. Nicht auszudenken, wenn Lukas 2 nicht gelesen werden würde. Aber wieso auch nicht?
v.l.: Jeanine Rudat aus Göttingen, Antje Thielking aus Oldenburg und Frieder Marahrens aus Osnabrück
Als Einstimmung auf das Weihnachtsfest haben zum zweiten Mal kirchliche Radiosendungen in den niedersächsischen Bürgerfunksendern eine gemeinsame Ausgabe produziert.
Neben Informationen zu einer diakonischen Weihnachtsaktion bei der Straßensozialarbeit Göttingen, dem Kreisposaunenchor im Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen-Münden gibt es Geschenke-Tipps, ein Weihnachtsalphabet und eine Ode an den Weihnachtsbaum. Warum auch Josef seine Berechtigung in der Weihnachtszeit hat, erfahren Sie in dieser Sendung und die Weihnachtsgeschichte wird als Radioreportage zu Gehör gebracht. Ein Friedensgebet der Jüdischen Gemeinde in Oldenburg hat Antje Thielking mitgebracht. Die Andacht hält der Pastor im Ruhestand Frieder Marahrens aus Osnabrück, gesprochen von Henning Lühr. Moderiert wird die Sendung von Jeanine Rudat.
In Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen wird die einstündige Sondersendung zu verschiedenen Zeiten bis Weihnachten in „Heaven@11“ im StadtRadio Göttingen (24.12., 16 Uhr), in „Radio Tonkirche“ auf Radio Tonkuhle Hildesheim, in „Um Gottes Willen“ auf OS-Radio 104,8 (18.12., 18 Uhr und 24.12., 17 Uhr) und "KR 55, dem Kirchenmagazin für Oldenburg und umzu" auf oldenburg eins zu hören sein.
Mit Schrecken und Trauer schauen wir auf das furchtbare Geschehen auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt. Wir sind in unseren Gebeten und Gedanken bei den Opfern und Angehörigen.
In Göttingen haben heute viele Menschen auf dem Weihnachtsmarkt in einer Schweigeminute den Opfern in Magdeburg gedacht. Zusammen mit Oberbürgermeisterin Petra Broistedt, kamen auch die Vertretenden der Religionsgemeinschaften, darunter Superintendent Dr. Frank Uhlhorn, zu einem ökumenischen Gebet zusammen.
Spendenkonto für die Opfer des Anschlags von Magdeburg.
60 Weihnachtspäckchen haben Mitarbeitende der Gothaer Versicherung im Rahmen der Charity-Tree-Weihnachtsaktion für Klient:innen unterschiedlicher Einrichtungen des Diakonieverbandes sowie der Ev. Familien-Bildungsstätte (FaBi) im Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen-Münden gepackt. Am Mittwoch (18.12.) wurden sie im Forum Kirche und Diakonie an die Mitarbeitenden der Institutionen übergeben. Wie in den vergangenen Jahren hat die Gothaer Versicherung an den Standorten in Köln und Göttingen zu Beginn der Adventszeit Wünsche gesammelt, in Göttingen von Klient:innen der Diakonieeinrichtungen und der FaBi, und diese über ein speziell dafür eingerichtetes Portal im Intranet sichtbar gemacht.
Wenn der Soundtrack von „Fluch der Karibik“ erklingt, der Altar zur Hafenkneipe wird, die Totenkopfflagge hinter dem Taufbecken weht und Klaus Störtebecker auf Neptun trifft – dann wird die Kirche zur Piratenhöhle. Und die altbekannte Weihnachtsgeschichte zum „Krippenspiel der Sieben Weltmeere“.
Am 21. Dezember um 19 Uhr wird das Stück „Die Weihnachtsbeute – Ein Krippenspiel der Sieben Weltmeere“ in der St. Martini Kirche in Güntersen aufgeführt.
Im Kirchenkreis Göttingen-Münden wird das Friedenslicht u.a. in Hann. Münden und Lenglern verteilt.
„Vielfalt leben, Zukunft gestalten“ – unter diesem Motto sind am 14.12. wieder Pfadfinder:innen aus ganz Europa in Wien zusammenkommen, um das Friedenslicht entgegenzunehmen und von dort weiter in ihre Heimatländer und ‑gemeinden zu tragen, als lebendiges und verbindendes Zeichen des Friedens.
Eigentlich wird das Licht in der Stadt Bethlehem im Nahen Osten zum 1. Mal entzündet. Das war in diesem Jahr aber nicht möglich. Denn Bethlehem liegt im West-Jordan-Land, ein Gebiet, in dem viele Palästinenser:innen leben. Im Nahen Osten wird im Moment wieder gekämpft. Die Lage ist sehr unsicher. Darum haben die Organisator:innen von dem „Friedens-Licht“ die Flamme vom letzten Jahr aufbewahrt. Es hat ein Jahr lang in dem Ort „Christkindl“ in dem Land Österreich gebrannt. „Christkindl“ ist eine Partner-Stadt von Bethlehem.
v.l.: Mike Wacker (Leiter Straßensozialarbeit), Rolf Bokelmann (Nutzer des Sheltersuits), Arnold von Zepelin und Gerhard von Hugo von der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Göttingen
Die Straßensozialarbeit (Straso) hat zehn Winterschlafsäcke für ihre Klient:innen von der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Göttingen (JHG) erhalten. Außerdem organisiert die JHG mindestens 20 Sheltersuits für die Klient:innen der Einrichtung des Diakonieverbands im Ev.-luth. Kirchenkreis Göttingen-Münden.
Der Sheltersuit wurde von einer niederländischen Stiftung entwickelt und ist eine wind- und wasserdichte Jacke mit einem durch einen Reißverschluss angekoppelten Schlafsackaufsatz, verpackt in einem Seesack. Die Jacke besteht aus hochwertigem, atmungsaktivem Zeltstoff. Das Innenfutter besteht aus Upcycling-Schlafsäcken. Die große Kapuze schützt das Gesicht vor Regen und Straßenlaternen und enthält einen integrierten Schal. Der Schutzanzug wurde entwickelt, um in kalten Klimazonen getragen zu werden. Er hält Temperaturen bis zu minus 20 Grad aus und hat einen Wert von rund 300 Euro.
Streetworker Daniel Rainers von der Straßensozialarbeit Göttingen verteilt Schlafsäcke an Obdachlose, um sie vor der Winterkälte zu schützen. Mit seinem Einsatz schenkt er Menschen auf der Straße etwas Wärme, die gerade in der Weihnachtszeit oft übersehen werden. EKN-Redakteur Matthias Pabst hat ihn einen Tag auf den Straßen in Göttingen begleitet.
Dieses Video wurde uns freundlicherweise vom Evangelischen Kirchenfunk Niedersachsen (EKN) zur Verfügung gestellt. Autor: Matthias Papst
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